Compassion
Compassion am Montfort-Gymnasium ist mehr als ein Sozialpraktikum der Klassenstufe 9
Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 verbringen eine Woche in sozialen Einrichtungen der Region – beispielsweise in Kindergärten, Altenheimen, im Krankenhaus, in der Förderschule, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder bei der Bahnhofsmission.
In dieser Zeit verlassen sie ihren gewohnten Schulalltag, übernehmen Verantwortung, helfen mit und begegnen Menschen, deren Lebenswelten ihnen im Alltag sonst vielleicht nicht begegnen würden. Dabei sammeln sie vielfältige Eindrücke und erleben, wie bereichernd soziales Engagement und persönliche Begegnungen sein können.
Im Anschluss an die Praktikumswoche findet ein gemeinsamer Empfang zum Erfahrungsaustausch statt. Anschließend tauschen sich die Schülerinnen und Schüler im Klassenverband über ihre Erlebnisse aus.
Dabei bringen sie einen Gegenstand, ein Bild oder ein anderes Symbol aus ihrer Praktikumswoche mit: eine Kinderzeichnung aus dem Kindergarten, eine Tasse aus der Bahnhofsmission, gemeinsam bearbeitete Aufgaben aus der Förderschule oder ein Erinnerungsfoto aus dem Wohnheim.
So werden die unterschiedlichen Erfahrungen sichtbar und können miteinander geteilt werden. Compassion eröffnet den Schülerinnen und Schülern neue Begegnungen, erweitert ihren Blick auf andere Lebenswelten und gibt ihnen die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und sich selbst in neuen Situationen zu erleben.
Was Schülerinnen und Schüler sagen
„Ich habe gemerkt, dass ich viel Spaß habe, anderen zu helfen.“
„Ich habe gelernt, dass man, bloß weil man alt ist, nicht weniger Spaß am Leben hat.“
„Jeder Mensch muss Respekt und Achtung bekommen, egal in welchem Zustand er ist.“
Vernetzt mit dem Unterricht
Das Sozialpraktikum steht nicht für sich allein, sondern ist fest in den Schulalltag eingebunden. In verschiedenen Fächern, z. B. im Religionsunterricht und im Fach Geschichte, werden zentrale Themen des Compassion-Projekts aufgegriffen und inhaltlich vorbereitet.
Mitgefühl, Verantwortung, soziales Miteinander und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel werden im Unterricht thematisiert, an konkreten Beispielen betrachtet und mit der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler verbunden. Dadurch erhalten die Jugendlichen bereits im Unterricht Anregungen, die sie während ihres Praktikums wiederfinden und aus einer persönlichen Perspektive erfahren können.
Gerade diese Verbindung von Lernen, persönlicher Begegnung und eigener Erfahrung macht den ganzheitlichen Charakter des Compassion-Projekts aus: Was im Unterricht bedacht und diskutiert wird, wird im Praktikum konkret erlebt. Die Erfahrungen aus der Praxis fließen anschließend wieder in den gemeinsamen Austausch und das Lernen ein.