Jugend debattiert

Was ist Jugend debattiert?

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Das bundesweit größte Schulprojekt im Bereich sprachlich-politischer Bildung
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Schüler und Schülerinnen lernen, sachorientierte Streitgespräche zu führen.
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Eine Unterrichtsreihe ab Klasse 5
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Ein Wettbewerb ab Klasse 8
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Ein breites Angebot von Lehr- und Lernmaterialien

Warum eigentlich Debatte?
- … weil sie sprachliche Bildung fördert: durch Training in Rede, Gegenrede & Aussprache
- … weil sie Meinungsbildung fördert: durch Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen
- … weil sie Persönlichkeitsbildung fördert: durch Perspektivwechsel und Austausch
- … weil sie politische Bildung fördert: durch Motivation zu politischem Handeln

Wie ist die Debatte aufgebaut?
Jede Debatte bei Jugend debattiert gliedert sich in drei Teile:

Eröffnungsrunde (je 2 min.)
Jeder Debattant und jede Debattantin beantwortet die Debattenfrage aus seiner Sicht; keine Zwischenfragen erlaubt
Freie Aussprache (insg. 12 min.)
Die Debatte wird ohne feste Reihenfolge in freiem Wechsel fortgesetzt
Schlussrunde (je 1 min.)
Abschließende Anmerkungen jedes Debattanten und jeder Debattantin als Reflektion der freien Aussprache; keine Zwischenfragen erlaubt
Gesamtdauer einer Debatte: 24 Minuten

Debattieren im Unterricht

- praktische Übungen für den Unterricht in: „Debattieren unterrichten“
- kompetenzorientiert
- an unterschiedliche Leistungsniveaus anpassbar
- gezielte Sprachförderung mit dem Ergänzungsheft
- Redemittelkarten als Formulierungshilfe für Schüler und Schülerinnen
- Arbeitsblätter zu Themenfindung u.v.m.
- Schülerheft „Debattieren lernen“

Jugend debattiert bietet Lehrerinnen und Lehrern…
- Methodentraining für kompetenzorientierten Unterricht
- ein systematisches Curriculum mit vielen verschiedenen Übungen zur Aktivierung aller Schülerinnen und Schüler
- neue Möglichkeiten, vom Lehrplan geforderte Kompetenzen zu vermitteln
- zielgruppengerechtes, praxisnahes Lehrmaterial, jederzeit zum Download verfügbar
- regelmäßige Anregungen zur Gestaltung Ihres Unterrichts
- praxisnahe Fortbildung, in der Lehrkräfte selbst das Debattieren lernen
- Vernetzung, schulart- und länderübergreifend, sowie bundesweit

Nach welchen Kriterien wird im Wettbewerb bewertet?
Die Teilnehmenden der Debatte werden von geschulten Juroren und Jurorinnen anhand folgender vier Kriterien bewertet:
- Sachkenntnis: Wie gut weiß der Redner oder die Rednerin, worum es geht?
- Ausdrucksvermögen: Wie gut sagt er, was er meint?
- Gesprächsfähigkeit: Wie gut geht er auf die anderen ein?
- Überzeugungskraft: Wie gut begründet er, was er sagt?

So sieht ein Schuljahr bei Jugend debattiert aus!
- Da Jugend debattiert ein bundesweiter Wettbewerb ist, variieren die genauen Zeiträume für Schul-, Regional- und Landeswettbewerbe sowie für die Regionalsieger-Seminare je Bundesland.
- Die Termine für das Landessieger-Seminar und die Bundesfinaltage in Berlin werden vom Jugend debattiert-Projektbüro festgelegt und immer zum Schuljahresende für das kommende Schuljahr bekanntgegeben.
- Für die Terminplanung kann sich an der folgenden Übersicht orientiert werden:

Schülerinnen und Schüler lernen…
- … aktiv zuzuhören und frei zu sprechen.
- … sich mit aktuellen schulischen und politischen Streitfragen auseinanderzusetzen.
- … andere Meinungen anzuhören, eigene Positionen zu begründen, Argumente abzuwägen.
- … in Prüfungen frei zu reden und bei Bewerbungsgesprächen selbstbewusst zu überzeugen.
- … sich im Wettbewerb fair miteinander zu vergleichen.

Jugend debattiert bietet unserer Schule…
- Profilbildung und Impulse für die Schulentwicklung
- Bereicherung des Schullebens, insbesondere für die Schülermitverwaltung
- Kontakte und Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Schulen im Schulnetz Jugend debattiert, sogar ins europäische Ausland.
Hast du Lust mitzumachen?
- Dann melde dich bei Herrn Korth.
- Wir debattieren ein- oder zweimal pro Woche.
- Komm zum Zuschauen und Zuhören einfach zu einer Debatte vorbei.

Unsere Erfolge
Wortgefecht statt Hausaufgabe: Schulwettbewerb Jugend debattiert am MGTT!
Während die meisten nach der sechsten Stunde wohl schon ans Mittagessen dachten, liefen die Köpfe in unserem Debattenraum erst so richtig heiß. Am Dienstag fand unser Schulwettbewerb Jugend debattiert statt – und eins vorweg: Unsere Debattantinnen und Debattanten haben bewiesen, dass sie nicht nur zuhören, sondern auch verdammt gut kontern können!

In der Altersgruppe I (Klasse 8 und 9) wurde es direkt lebensnah: „Sollen Schüler ihre Schule selbst putzen?“ Die Fetzen (oder eher die Staubwische?) flogen zwar nicht real, aber inhaltlich wurde knallhart abgewogen. Ist das MGTT ein reiner Bildungsort oder dient der Wischmopp eigentlich der sozialen Charakterbildung? Auch die rechtliche Frage, ob man die Schülerschaft überhaupt zum Putzdienst „verdonnern“ darf, sorgte für ordentlich Tiefgang.
Parallel dazu ging es in der Altersgruppe II (Klasse 10 bis 12) um die Zukunft des Abiturs: „Schriftliche Prüfungen am Computer?“ Hier trafen Sachkenntnis auf Eloquenz. Die entscheidende Frage: Was ist gesünder für die Nerven und die Handgelenke? Vier Stunden lang leidenschaftlich mit dem Füller über das Papier kratzen oder doch lieber das rhythmische Klackern der Tastatur?
Die Jury jedenfalls war beeindruckt von der Mischung aus messerscharfen Argumenten und fairem Miteinander. Doch zum Ausruhen bleibt kaum Zeit: In zwei Wochen wird das MGTT zum Schauplatz des Regionalwettbewerbs. Dann empfangen wir eine harte Debattier-Konkurrenz aus Bad Saulgau, Leutkirch und Ravensburg zum nächsten rhetorischen Schlagabtausch.
Ein riesiges Dankeschön geht an alle mutigen Debattierenden und unsere großartige Jury, die heute jeden Punkt ganz genau unter die Lupe genommen hat.
Neuer Wind im Land. Landesdebattier-Jugend begeistert mit hartem und fairem Schlagabtausch
Am Freitag vor den Osterferien fand im CVJM-Gebäude in der Stuttgarter Innenstadt die Landesqualifikation Jugend debattiert Baden-Württemberg statt. 64 Debattantinnen und Debattanten aus dem Ländle im Südwesten gaben sich haben sich in insgesamt 32 Debatten einen harten, aber auch fairen Schlagabtausch geliefert. Denn die Themen hatten es in sich und erforderten wegen ihrer gesellschaftlichen Relevanz einen scharfen Verstand und eine eloquente Wortwahl.
Statt am letzten Schultag vor Ostern in der großen Pause Eier zu suchen und den Ferien entgegenzusehnen, fragten die Debattierenden in der Landeshauptstadt, ob nicht auch Dart, Bogenschießen oder Eiscurling ebenbürtig zur Fußballbundesliga im Fernsehen übertragen werden soll, ob aus Gründen der Demokratieförderung jede Achtklässlerin, jeder Neuntklässler zum Kaffeekochen im Abgeordnetenbüro der hiesigen Landtagsabgeordneten oder des lokalen Gemeinderats verpflichtet werden soll, ob für ein Mitglied des Landtags nach zwei Legislaturperioden Schluss mit der Volksvertretung sein soll oder ob Strafgefangene finanziell auf das Niveau von Mindestlohnempfänger gehoben werden sollen, bei komplett freier Kost und Logis.
Die spannenden und durchaus kurzweiligen Debatten zeigten klar, auf welchem rhetorischen Niveau neuerdings auch auf Landesniveau wieder debattiert wird. Die Stimmung im vollbesetzten Saal des CVJM, vor dem Landeskoordinator Jochen Strehle nach einem langen Debattentag die acht überglücklichen Finalistinnen und Finalisten küren durfte, war entsprechend elektrisiert. Man hatte das Gefühl, da bewegt sich was im Land. Relevante Themen, eine faire Auseinandersetzung und eine neue Lust am Debattieren, dies scheint aktuell als Rezept zu funktionieren und vielleicht auch über die junge Generation hinaus einen nicht unerheblichen Beitrag für den gesellschaftlichen Austausch zu leisten.
Wir gratulieren Constantin Künst vom Hans-Multscher-Gymnasium Leutkirch. Er ist einer der glücklichen Gewinner, die am 17. April im Stuttgarter Rathaus zum großen Finale antreten werden, bevor die daraus hervortretenden vier Landessieger unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten im frühsommerlichen Berlin gegen den Rest der Republik antreten werden. Ein herzlicher Glückwunsch geht auch an Isabell Dobra. Sie hat sich auf ihrem ersten Wettbewerb auf Landesebene gegenüber der starken Konkurrenz stark durchsetzen können. Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr für einen der begehrten ersten Plätze reichen wird.


